Tierarztpraxis Dr. Schullenberg

Impfungen

  • Die Impfung ist die wichtigste Maßnahme zur Verhinderung von Infektionskrankheiten!
  • Unserer Impfempfehlungen basieren auf den „Leitlinien zur Impfung von Kleintieren“ der Ständigen Impfkommission Vet des bpt.
  • Grundlage jeder Impfung ist die gründliche Allgemeinuntersuchung ihres Kaninchens
    Sie haben damit halbjährlich einen Gesundheitsscheck!


Für optimalen Impfschutz impfen wir nach folgendem Schema:

  • Im Alter von 4 bis 6 Lebenswochen: Myxomatose, RHD
  • 4 Wochen später: Myxomatose, RHD
  • Alle 6 Monate: Auffrischungsimpfung gegen Myxomatose
  • Jährlich: Auffrischungsimpfung gegen RHD

Parasiten beim Kaninchen

Würmer
Auch unseren langohrigen und kurzohrigen „Stillen Wasser“ sind nicht vor Wurmbefall geschützt, obwohl die gesicherte Haltung in Haus und Garten die Infektionsmöglichkeiten deutlich minimiert. Trotzdem kann ein Befall mit Fadenwürmern, Rundwürmern, Bandwürmern und verschiedenen Einzellern (z.B. Coccidien) auftreten. Kaninchen die regelmäßigen Auslauf auf Grünflächen genießen oder mit selber gepflücktem Grünfutter versorgt werden, sollten darum regelmäßig auf Wurmbefall gestestet werden (Kotprobenuntersuchung) und bei Bedarf auch entwurmt werden.

Weitere Empfehlungen

Spätestens bei der Erstvorstellung oder zur Impfung wird Ihr Kaninchen den ersten Gesundheitscheck durchlaufen. Dabei wird eine gründliche Allgemeinuntersuchung unter Einbeziehung der wichtigsten Organsysteme vorgenommen und so kann bei eventuellen Problemen schon jetzt eingegriffen werden (z.B. Haltungs- und Futterempfehlungen, Pflegeberatung etc).

OPs

Kastration
„Sich vermehren wie die Kaninchen“ ist nicht umsonst ein geflügeltes Wort. Als soziales Gruppentier sollten Kaninchen nie alleine gehalten werden, daher ist bei getrenntgeschlechtlichen Paaren oder Gruppen die Kastration der Böcke empfehlenswert. Diese sollte deutlich vor der Geschlechtsreife der weiblichen Tiere erfolgen (also bevor die Kaninchendame 12 Wochen alt ist) da das kastrierte Böckchen nach dem Eingriff noch ca. 2-3 Wochen zeugungsfähig ist!
Auch bei reinen „Herrengruppen“ kommt es nicht selten zu Reibereien bei denen sich die Tiere zum Teil ernst verletzen. Ist eine starke Konkurrenzsituation gegeben, sollte auch hier die Kastration in Erwägung gezogen werden.

Weibliche Tiere können zyklusabhängig schwierig sein, Scheinschwangerschaften und aggressives Verhalten zeigen. In solchen Fällen kann eine Kastration auch beim weiblichen Kaninchen in Erwägung gezogen werden.

Zähne
Artgerecht gefütterte Kaninchen erfreuen sich in der Regel bester Zahngesundheit. Ausnahmen sind Probleme nach Unfällen oder angeborenen Kieferfehlstellungen. Je nach Schweregrad müssen in regelmäßigen Abständen dann Zähne korrigiert oder gekürzt werden. Da bei Kaninchen die Zähne zeitlebens nachwachsen verfügen sie nicht über Nerven, so dass die Schneidezähne völlig schmerzlos am wachen Kaninchen gekürzt werden können. Zwar gilt dies im Grunde auch für die Backenzähne, aber aufgrund des geringen Raumangebotes im Kaninchenmund ist hier eine Narkose empfehlenswert. Dadurch wird dem Tier Stress erspart und der Operateur kann alle Zähne vollständig einsehen und akkurat korrigieren, die Nachbehandlungs-Intervalle können so deutlich verlängert werden.

Ein Wort noch in eigener Sache:
viele Zahnprobleme bei Kaninchen sind „hausgemacht“ und in falscher Ernährung begründet, sie lassen sich vermeiden indem den Tieren ausreichend Rohfaser in Form von Gras, Heu oder auch entsprechenden Rohfaser-Rollis gefüttert werden. Wenn sie unsicher sind, beraten wir sie gerne!